Einleitung

Eindringliche persönliche Erfahrungen in Rio de Janeiro regten Dominic Barter an, eine menschliche Umgehensweise mit Konflikten zu entwickeln, die er erfolgreich in Brasilien einsetzt und als Trainer weitervermittelt. In diesem Prozess stützt er sich grundlegend auf das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg. In Schulen, Kommunen, freien Organisationen und in der Justiz unterstützen Kreisgespräche (restorative circle) die Menschen, eine Kultur des Zuhörens und konstruktiven Umgangs miteinander aufzubauen.

Wir haben Dominic Barter beim Workshop in New York 2009 interviewt und präsentieren hier das Ergebnis (auf Englisch mit Deutschen Untertiteln):


http://vimeo.com/7938621
Eine schriftliche Version des Interviews findet ihr hier.

Ein kurzer Überblick über Restorative Circle
Ein Kreisgespräch (restorative circles) ist ein Prozess innerhalb eines sozialen Gefüges, der diejenigen unterstützt, die im Konflikt stehen. Es bringt drei Gruppen für einen Konflikt zusammen – diejenigen, die gehandelt haben, diejenigen, auf die sich diese Handlung bezieht und diejenigen aus dem sozialen Umfeld, die davon betroffen sind. In einem gezielt systemischen Kontext findet ein Dialog unter Gleichen statt. Die Teilnehmer laden sich gegenseitig ein und kommen freiwillig. Der Prozess in diesem Dialog wird offen mit allen geteilt und von einem Mitglied aus dem sozialen Kontext begleitet. Der Prozess endet, wenn konkrete Aktionen gefunden sind, aus denen alle einen Gewinn ziehen.

Kreisgespräche verlaufen in drei Stufen, die dazu dienen, die Schlüsselfaktoren eines Konfliktes zu identifizieren, konkrete Schritte zu vereinbaren und die Ergebnisse zu evaluieren. Ein Kreis lädt dazu ein, Macht zu teilen, sich gegenseitig zu verstehen, Eigenverantwortung zu übernehmen und wirksam zu handeln.

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